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Don’t fear high ISO, don’t pay the wobble price

Lange Zeit ging es mir so, dass ich selten mit einer höheren ISO als 800 gearbeitet habe, selbst ISO 400 fand ich nur für schlecht Ausgeleuchtete Locations ‘okay’ und wenn dann bitte nur Black’N’White. ISO 100 oder auch darunter waren der heilige Gral der Körnung. Auch immer hieß es dann hoch mit der Blende auf 1.4 / 1.8. Wenn an dann der Focus nicht passt, dann war schnell das Bild futsch – meiner Ansicht nach.

(Beispielsbild ISO100 1/100s f1.4)

Jedoch änderte das der erste Oktober Wochenende 2018 so ein bisschen meine Sicht auf das Thema ISO, denn ich hatte auf dem BendMakeChange Festival fotografiert, dort gab es zwei Veranstaltungsorte, einmal der Waggon am Kulturgleis und die Hochschule für Gestaltung.

Im Waggon standen Konzerte an und in der Hochschule die Vorträge. Für mich war es herausfordernd an beiden Orten zu fotografieren, denn der Waggon selbst ist sehr klein, ein 50mm Objektiv ist schon fast nicht weit genug, ein Objektiv mit einer 35mm Brennweite wäre meiner Ansicht nach angebrachter gewesen. Der Raum für die Vorträge war, von den Deckenlampen, teils schlecht ausgeleuchtet und Tageslicht kam nur von der rechten Seite in den Raum. Die Bedingungen waren nicht so optimal, aber dann wäre es auch für mich keine Herausforderung gewesen. Bei den Vorträgen habe ich mit einem 70-210mm f4 Objektiv gearbeitet und im Waggon mit einem Canon SSC 50mm f1.4. 

Nachdem ich mir eigentlich gedacht hatte, dass das kein Problem sein sollte Bilder zu knipsen, da selbst im Dreikönigskeller in Frankfurt hatte ich vorzeigbare Bildergebnisse erzielt mit einer recht “suboptimalen” Beleuchtung, wurde ich doch eines besseren Belehrt. Im Waggon, sowie in der HfG waren die Bilder verschwommen und schlierig. Das waren arbeiten, die ich nicht abgeben wollte, weil es nicht gut war.

Nach kurzen inneren Hin und Her, dachte ich mir, schlimmer kann es in diesem nicht werden, denn die erste Band im Waggon war schrecklich fotografiert von mir und nur mit Black’N’White konnte ich mich da raus mogeln. Ich stelle die Kamera auf Automatik-ISO, schaltete alles ab, was unnötig war und ich war erstaunt was für Ergebnisse meine Sony so erzielte in meinem Black’N’White Modus.

(Nagtiv-Beispielbild ISO400 1/04s f1.4)

(Positiv – Beispielbild ISO3200 1/200s f1.4)

Ich war überrascht, wie gut dann doch einige Bilder wurden. Selbst am iMac sehen die Bilder so aus, dass ich sie weiter geben würde, was ich auch tat, was nicht oft der Fall ist, denn das Display der Kamera ist trügerisch, ebenso wie das Handydisplay, wie ich doch so oft festgestellt habe.

Lange rede kurzer Sinn – es ist wie mit jedem Werkzeug, es kommt darauf an, wie man die Funktionen richtig einsetzt, dann kann man für die Situation die Besten oder passendsten Ergebnisse erzielen.

Nun noch zum Abschluss mein Favoritenbild des ersten BendMakeChange Festivals Abends vom Freitag. Der Künstler Gelbart mit seiner Klangkunst, die klingt, als hätten Aliens eine ihrer Tonträger auf der Erde vergessen.

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