Zum Inhalt springen

ZaeM — Neue Nachbarn

ZaeM — zu allem eine Meinung

Ein neuer Monat und neue Nachbarn, zu mindestens bei mir im Haus und gleich auch zwei neue Nachbarn, was 1/3 Veränderung im Haus bedeutet. Dies Vorkommnis ist an und für sich ungewöhnliches, jedoch auch das brachte mich in einem Gespräch einer Bekannten zum Nachdenken.

Denn wie viele von uns kennen noch ihre Nachbarn? Gerade in Hochhäusern und in einer Zeit der städtischen Nachverdichtung gibt es immer mehr Wohnungen auf kleinsten Raum. Gerade hier im Offenbacher Nordend sehe ich, wie zwischen bestehenden Häusern nach verdichtet wird und immer mehr Wohnklos entstehen. Als Wohnklos bezeichne ich Wohngen, deren Quardartmeterzahl klein genug ist, um sich vielleicht zweimal da drinnen zu drehen und der Mietpreis hoch genug um goldene Wasserhähne zu erwarten.

Die Beweggründe warum man sich eine neue Wohnung sucht sind ebenso mannigfaltig, wie die Annoncen der Wohnklos die ihrer Beschreibung nur so spotten. Sei es, das man eine größere Wohnung möchte, weil Nachwuchs ansteht, der/die Freund/in zu einem zieht oder man selbige/r gerade entledigt hat. Einer der mir meist bekannten Gründe ist jedoch ein Jobwechsel. Im Schnitt wechseln pro Jahr 8.415.032 Personen ihre Wohnung das um die 34% im Altersbereich von 20 bis 40 Jahren. Quelle: www.deutscher-umzugsmarkt.de

 
“Lieber knutschen als Gentifizierung” Offenbach Bild HerrWalther

Zurück zur Eingangsfrage, wie viele Deiner Nachbarn kennst Du? Wollen wir sind überhaupt kennenlernen?

Denn wenn man sich überlegt, das es teils in den sozialen Netzwerken zum guten Ton gehört, von deren etwas mehr engagierten Nutzern, morgens ein »Guten Morgen Welt« in den digitalen Äther zu schicken und wir somit durch etliche Kilometer zu Nachbarn werden und diesen einen schönen Tag wünschen. Jedoch, wann hast Du Deinem Nachbarn, den neuen wie auch den alten einen guten Morgen gewünscht.

 

 

Hotel & Residence Main Plaza Bild HerrWalther
Hotel & Residence Main Plaza Bild HerrWalther

Mit wie vielen hast Du bereits einen Kaffee getrunken? Eingeladen zu einem Abendessen? Denn auf der einen Seite sind wir uns digital so nah, auch wenn wir ggf. in ganz anderen Teilen in Offenbach, Deutschland und der Welt leben,

jedoch das was eine Haustür weiter vor sich geht, bleibt im verborgenen und von uns unbeachtet.

Somit und da durch sollte man sein eigenes Sozialverhalten auch mal kritisch überdenken. Denn falls, wie es mir doch in letzter Zeit öfter passiert, das man sich aussperrt, sollte man zu mindestens seinen Nachbarn so gut kennen, das es kein Problem darstellen sollte, um nach Hilfe zu fragen.

Kommentare sind geschlossen.

%d Bloggern gefällt das: